Einsatzübung Wohngebäudebrand in Auengrund OT Crock mit vermissten Personen

Auengrund – In den Abendstunden des 18.09.2019 wurden die Wehren der Gem. Auengrund zu einem Wohngebäudebrand in die Weinbergstraße des OT Crock alarmiert. Laut Alarmierung befanden sich noch weitere vermisste Personen in dem Gebäude. Höchste Eile war geboten. Schnell war die Feuerwehr Crock an der Einsatzstelle, baute die erste Wasserversorgung für den Innenangriff auf und der Angriffstrupp stattete sich mit Atemschutz aus, um die Personen in dem Gebäude ausfindig zu machen. Der Rettungstrupp machte sich auch gleich bereit. Die Wehren Schwarzbach und Merbelsrod waren bereits auf Anfahrt. Nachträglich wurden die Wehren Brünn, Brattendorf, Poppenwind und Wiedersbach alarmiert, da zusätzliches Personal bei der Brandbekämpfung und beim Aufbau einer Langewegestrecke benötigt wurde. Die Kameraden der Schwarzbacher Wehr unterstützen direkt an der Einsatzstelle mit der Brandbekämpfung des Gebäudes von außen und bauten eine Riegelstellung zu anliegenden Wohnhäusern auf. Der Angriffstrupp unterstützte bei der Menschenrettung, da man von 3 vermissten Personen ausgehen musste. Die Kameraden aus Merbelsrod, Brattendorf, Poppenwind und Wiedersbach bauten nach ihrem Eintreffen sofort die Langewegestrecke aus einem ca. 700m entfernten Dorfteich auf. Die Kameraden aus Brünn wurden an der Einsatzstelle zur Unterstützung der Brandbekämpfung und Menschenrettung eingesetzt.

Nach ca. 25min kam es durch den abgesetzten „Mayday“-Notruf eines Trupps im Innenangriff zu einem Atemschutznotfall. Ein Trupp wurde durch herabstürzende Gebäudeteile verletzt und benötigte die Unterstützung weiterer Trupps, um aus dem Gebäude zu gelangen, da eine Person nicht mehr gehfähig war und die weitere Person unter Erschöpfung litt.

Gegen 19:25 hieß es dann „Übungsende“… Zum Glück, aber auch solche Szenarien sollten einmal geübt werden.

Wir bedanken uns bei allen Wehren für die gute und schnelle Zusammenarbeit. FS

Wohngebäudebrand in Eisfeld OT Hirschendorf

Eisfeld – In den Mittagsstunden des 05.09.2019 kam es in einem Wohnhaus im Eisfelder Ortsteil Hirschendorf zu einer folgenschweren Verpuffung. Der Hauseigentümer erlitt dabei schwere Verletzung und musste mit dem herbeigerufenen Rettungshubschrauber Christoph 60 aus Suhl in eine Spezialklinik geflogen werden. Seine Frau wurde mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, da die sich dabei auch leichte Verletzungen zugezogen hat. Im Verlauf der Verpuffung breitete sich der Brand vom unteren Wohn- und Eingangsbereich weiter in die obere Etage aus. Selbst über die Hausfassade kletterte die Flammen über das Balkongeländer bis zum Dachkasten. Ein Angriffstrupp versuchte nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Löschwasser über den Hauseingang in das Innere des Hauses zu gelangen, doch ab einen bestimmten Zeitpunkt war auch dies nicht mehr möglich. Die angeforderte Drehleiter der Stadt Hildburghausen sowie weitere Tanklöschfahrzeuge bekämpften den Brand unter dem Dach von außen. Durch den Schwelbrand unter dem Dach musste dieses von der Drehleiter aus geöffnet werden um, den Brand einzudämmen. Mehrere Feuerwehren aus dem Landkreis wurden zur Verstärkung hinzugerufen. Glücklicherweise wurde umliegende Gebäude bei dem Brand nicht beschädigt. Erst am späten Nachmittag war der Brand gelöscht. Das ist nun leider unbewohnbar. Die Brandursache ist weiterhin noch unbekannt. FS

Einsatzübung ICE-Tunnel Fleckberg

Auengrund/Großbreitenbach – Am 22.06.2019 fand eine große Einsatzübung der Tunnelbasiseinheiten (TBE) im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt im Gemeindegebiet Großbreitenbach statt. Die ICE-Schnellfahrstrecke 8.1 von Erfurt nach München durchquert in diesem Bereich mehrere Tunnel und Brücken des Thüringer Waldes. In diesem Fall auch den Tunnel Fleckberg zwischen Altenfeld und Katzhütte bei Großbreitenbach. Aufgrund der örtlichen Nähe und die direkte Angrenzung an den LK Saalfeld -Rudolstadt wurden beide TBE des LK Hildburghausen alarmiert, die sich in den Bereitstellungsraum an der Fw in Schönbrunn einfanden. Die TBE 1 wurde direkt zum Rettungsplatz RP 42 beordert, um dort die TBE LK SLF/RU zu unterstützen bei der Suche und Rettung von ca. 300 Passagieren in einem brennenden und liegengebliebenen ICE im Tunnel.

Die TBE 2 des LK HBN verlagerte sich nach Katzhütte in den Sammelraum und wartete auf ihren Einsatz. Nach mehrmaligem Versuch mit der TEL und dem AL RP 41 in Kontakt zu treten, entschloss der Zugführer auf eigene Faust, den RP 41 mit dem ELW anzufahren und die Lage zu beurteilen. Während der gesamten Einsatzübung funktionierte der Digitalfunk in vielen Gebieten nur schlecht oder überhaupt nicht. Das erschwerte auch zunehmend die Arbeit des AL RP 41, als darum ging, weitere Hilfe zu organisieren. Selbst per Telefon war es schwierig, Ansprechpartner in der TEL zu erreichen. Die Mehrzahl aller Verletzten wurden zudem über den RP 41 aus dem Tunnel gerettet und dort von den San-Einheiten versorgt. Die kamen schnell an ihre Grenzen, die Personen aufzunehmen, eine Triarch zu bilden und für die Behandlung bzw. den Abtransport fertigzumachen.

Die Frage stellte sich nur, mit welchen Fahrzeugen? Diese wurden über die zuständigen AL angefordert, kamen aber nicht zum Rettungsplatz. Zudem blockierten die Fahrzeuge der Polizei Wendemöglichkeiten oder Stellplätze der, die für die Feuerwehr und San-Einheiten gedacht waren und so schon viel zu klein sind.

Man hat aus den vergangenen Übungen einiges gelernt und auch schon verbessert, doch auch bei dieser Übung wurden einige Missstände aufgedeckt, die protokollarisch an die Zuständigen Stellen weitergeleitet wurden. Wir hoffen, dass weiterhin an dem Einsatzkonzept gearbeitet wird und auch die angesprochenen Themen an den richtigen Stellen gehör finden, um die Arbeit in einem Einsatzfall zu erleichtern und effektiv zu gestalten. FS

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